Leon Bauchmüller setzte beim dritten Rennwochenende der ADAC GT4 Germany seinen positiven Aufwärtstrend fort. Vor 55.000 Zuschauern in der Motorsport Arena Oschersleben überzeugte der 19-Jährige aus Kirchlinteln-Bendingbostel mit einer starken Rennpace. Nach Platz neun am Samstag folgte im Sonntagsrennen ein starker siebter Rang.
Bereits am Donnerstag nutzte Leon einen Testtag auf der 3,667 Kilometer langen Strecke in der Magdeburger Börde. Für ihn bedeutete das zunächst eine Umstellung, nachdem er im Vorjahr noch mit einem Porsche Cayman GT4 in Oschersleben unterwegs war. Der Umstieg auf den BMW M4 GT4 Evo gelang jedoch schnell. Schon am Ende des Testtages zeigte sich, dass die Pace für ein Ergebnis im vorderen Feld vorhanden war.
Am Freitag arbeitete ME Motorsport weiter am Setup des Fahrzeugs. Im Qualifying am Samstag fuhr Leon auf Startplatz neun. Eine blockierte letzte Runde verhinderte dabei eine weitere Verbesserung und eine mögliche Ausgangsposition näher an den Top-Fünf.
Beim Start des ersten Rennens verlor der Niedersachse zunächst drei Plätze und fiel auf Rang zwölf zurück. Bauchmüller fand danach schnell wieder in seinen Rhythmus und holte sich die verlorenen Positionen zurück. Ein Unfall vor ihm hatte das Feld zwischenzeitlich auseinandergezogen und eine große Lücke entstehen lassen. Bis zum Fahrerwechsel schloss er diese nahezu vollständig und übergab den BMW auf Platz neun an seinen Teamkollegen, der das Auto dann nach einer Rennstunde auf derselben Position ins Ziel brachte.
„Mit dem Ergebnis war ich nicht vollständig zufrieden, weil unsere Pace deutlich besser war. Wir hätten aus eigener Kraft in den Top Fünf mitfahren können. Nach dem schwierigen Start habe ich mich aber wieder zurückgekämpft und gezeigt, welchen Speed wir hatten“, blickte der Niedersachse auf den Samstag zurück.
Das Qualifying für den zweiten Lauf am Sonntag übernahm sein Teamkollege Lukas Stiefelhagen. Der Niederländer stellte den BMW auf den sechsten Startplatz und behauptete diese Position zunächst. Einsetzender Regen sorgte jedoch für schwierige Bedingungen. Auf Slickreifen kam er einmal von der Strecke ab und reihte sich wieder als 13. ein. Nach einer Safety-Car Phase übernahm Leon das Fahrzeug. Der 19-Jährige startete sofort eine Aufholjagd und arbeitete sich zunächst bis auf Rang zehn nach vorne. Eine Full Course Yellow Phase unterbrach seinen Rhythmus wenige Minuten vor Rennende noch einmal. Nach der Freigabe blieben nur drei Minuten, doch Bauchmüller nutzte seine Chance. In der letzten Runde machte er weitere Positionen gut und eroberte in der finalen Kurve noch den siebten Platz.
„Das war ein intensiver Schlussstint. Lukas hatte bei den schwierigen Bedingungen großes Pech, danach haben wir aber nicht aufgegeben. Ich konnte mehrere Positionen zurückholen und den siebten Platz tatsächlich noch in der letzten Kurve sichern. Wir haben beide große Fortschritte im Auto gemacht und reisen mit einem sehr positiven Gefühl zum Nürburgring“, fasste Bauchmüller zusammen.
Nach drei Rennwochenenden zeigt die Entwicklungskurve von Leon weiter nach oben. Er fühlt sich im BMW M4 GT4 Evo immer wohler und konnte in Oschersleben erstmals über das gesamte Wochenende eine Pace auf hohem Niveau zeigen. Die vierte Saisonrunde der ADAC GT4 Germany findet vom 14. bis 16. August auf dem Nürburgring statt.