Mit seinem besten Saisonergebnis hat Leon Bauchmüller die erste Saison in der ADAC GT4 Germany abgeschlossen. Beim Finale auf dem Hockenheimring zeigte der 19-Jährige aus Kirchlinteln-Bendingbostel gemeinsam mit seinem Teamkollegen Lukas Stiefelhagen eine starke Leistung. Nach Platz fünf im ersten Rennen kämpfte das Duo von ME Motorsport im zweiten Lauf bis kurz vor Schluss um einen Podiumsplatz und wurde schließlich Vierter. Damit gelang nach den schwierigen vergangenen Rennwochenenden ein versöhnlicher sportlicher Abschluss, auch wenn das letzte Rennen am Sonntag vorzeitig endete.
Das Finale bot ein umfangreiches Programm. Nachdem der zweite Lauf auf dem Sachsenring im September aus Sicherheitsgründen nicht stattfand, wurde dieser in Hockenheim nachgeholt. Dadurch standen neben einem freien Training gleich drei Qualifyings und drei Rennen auf dem Zeitplan. Für Leon und sein Team ging es nochmal darum vor 112.000 Zuschauern für einen erfolgreichen Abschluss zu sorgen.
Bereits im freien Training am Freitag zeigte sich, dass die umfangreichen Änderungen am Fahrwerk Wirkung zeigten. Der BMW M4 GT4 Evo vermittelte den beiden Nachwuchspiloten ein gutes Gefühl. Das erste und dritte Qualifying fuhr Leons Teamkollege, der sich die Startplätze zwölf und 13 sicherte. Leon übernahm das Steuer für das zweite Zeittraining, welches bei wechselhaften Bedingungen stattfand. Zunächst ging er mit Regenreifen auf die Strecke, entschied sich dann jedoch für einen Wechsel auf Slicks. Die Entscheidung zahlte sich aus und der Niedersachse fuhr auf einen starken vierten Startplatz. Im abschließenden Qualifying erreichte Stiefelhagen Rang 13.
Das erste Rennen am Samstag bestätigte den positiven Eindruck. Leons Teamkollege erwischte einen guten Start und verbesserte sich bereits in den ersten Runden von Platz elf auf Rang acht. Nach dem Fahrerwechsel setzte Leon die Aufholjagd fort, machte weitere drei Positionen gut und brachte den BMW als Fünfter ins Ziel.
Nur wenig später folgte bereits der zweite Lauf. Diesmal startete der Förderpilot des ADAC Weser-Ems e.V. aus der zweiten Reihe und rückte schon in der zweiten Runde auf Platz drei vor. Mit einer starken Pace hielt er sich im Spitzenfeld und lieferte sich intensive Positionskämpfe. In der zweiten Rennhälfte entwickelte sich ein enges Duell um den letzten Podiumsplatz. Am Ende reichte es zu Rang vier und Leon feierte sein bestes Saisonergebnis.
„Das war endlich wieder ein richtig gutes Gefühl. Nach den Problemen am Nürburgring und Sachsenring haben wir gemeinsam mit dem Team intensiv gearbeitet und konnten einen großen Schritt machen. Schon im Training hat sich das Auto wieder deutlich besser angefühlt. Im zweiten Rennen waren wir bis kurz vor Schluss im Kampf um das Podium dabei. Natürlich ist es schade, dass es am Ende nicht ganz gereicht hat, aber Platz vier ist unser bestes Saisonergebnis und zeigt, was möglich gewesen wäre“, erklärte Bauchmüller.
Der dritte Lauf am Sonntag brachte dagegen eine frühe Enttäuschung. Bei schwierigen Wetterbedingungen kam es bereits in der dritten Runde zu einer Kollision. Dabei wurde die Spur am BMW beschädigt, sodass das Duo das Rennen vorzeitig beenden musste. Leon kam damit im letzten Saisonrennen nicht mehr zum Einsatz.
Trotz des Ausfalls überwog nach dem Wochenende die positive Erkenntnis. Nach einer Saison mit zahlreichen neuen Erfahrungen, technischen Herausforderungen und einer stetigen Weiterentwicklung konnte Leon zum Abschluss noch einmal sein Potenzial unter Beweis stellen.
„Der Ausfall am Sonntag war natürlich ärgerlich. Trotzdem nehme ich aus Hockenheim sehr viel Positives mit. Wir haben endlich wieder zeigen können, dass wir vorne mitkämpfen können. Die erste Saison in der ADAC GT4 Germany war eine große Herausforderung, aus der ich unglaublich viel gelernt habe. Jetzt können wir mit einem guten Gefühl nach vorne schauen. Wo es im kommenden Jahr weitergeht, wird sich zeigen“, zog der Niedersachse sein Fazit. Für Leon Bauchmüller endet damit seine erste Saison in der ADAC GT4 Germany.